Teil 1: Vorarbeiten

Im Vorfeld unserer ersten praktischen Erfahrungen haben wir Stadtgärten gepflegt und uns auch eingelesen. Nun galt es, das Wissen ins Praktische umzusetzen. Mittelfristig möchten wir uns den Sommer und Herbst über komplett vom eigenen Garten ernähren.

Ein Kirschbaum und ein bisschen Rharbarber waren vorhanden. Von den Gärten unserer Familien erhielten wir noch dazu junge Walnussbäumchen, Himbeersträucher, einen Johannisbeerstrauch sowie einen jungen Nektarinenbaum.

Der Gemüsegarten selbst wurde auf einer freien Fläche hinter der Scheune geplant.

Da der Boden noch nicht vorbereitet und es draußen noch ziemlich kalt war, bauten wir aus vorhandenem Holz in der Scheune ein Frühbeet. Das befüllten wir mit Laub, frischen Pferdeäpfeln aus dem ortsansässigen Pferdehof, erneut Laub und dann frische Blumenerde. So konnten wir Samen in Multitopf-Platten vorziehen.

Danach legten wir den Gemüsegarten an:

Erst musste die Wiese entfernt werden. Das hielt uns einige Wochen auf, da die Wurzeln tief reichten. Wir mussten den Boden mehrmals umgraben, darunter auch einmal mit einer benzinbetriebenen Gartenfräse, die wir ausliehen. Auch danach war genug zu tun, da viele kleine Wurzelballen von Hand entfernt werden mussten. Von unseren Nachbarn bekamen wir das Angebot, mit einer großen Maschine einmal drüber zu gehen und tief umzugraben. Wir wollten aber nicht den Boden in den tieferen Schichten beschädigen.

Nachdem diese mehrwöchige Arbeit getan war, wurden fünf Beete, die jeweils 120 cm breit und etwa 10 Meter lang sind, angelegt. Diese werden längst von schmalen Gehwegen unterbrochen. So vermeidet man gleich zu Beginn, dass der fruchtbare Boden durch das darauf Treten gedrückt wird. Gartenerde sollte immer locker aufliegen und nicht platt gedrückt sein.

Erneut haben wir Unkraut gejätet und aus vorhandenen Stangen bauten wir Vorrichtungen, an denen die Bohnenpflanzen später entlang wachsen konnten. Dann nahmen wir eine Art schmalen Holzzaun und bauten sie auf das Gemüsebeet, auf dem die Gurken vorgesehen waren.

An einen Rand des Gemüsegartens gruben wir noch einmal ein circa 30 cm breites Beet, um verschiedene Blumen und Zierpflanzen, zum Beispiel Kornblumen, zu säen.

Mitte Mai waren wir dann soweit fertig, dass man sich den angelegten Gemüsegarten gerne anschaute. Wir warteten noch den letzten Tag der Eisheiligen, die kalte Sophie ab. Anschließend wurden alle Pflanzen aus dem Frühbeet auf die vorgesehenen Plätze (Stichwort: Gute Nachbarschaft) umgepflanzt.

Nun war tägliche Pflege und Beobachtung angesagt.