Allgemein

Mutwillig

Ich jedenfalls erkläre mich für den Mut.

Für den Mut ins uns allen. Ob Schwermut oder Leichtmut, Hochmut oder Demut,

Für den Mut, seine eigenen Gewissheiten in das eigene Leben einzubeziehen.

Sich weniger auf andere zu beziehen.


Im Diskurs und emotionalen Dialogen soll das Gefühl nicht unterdrückt werden,

im Heute und Hier ist die Intuition für das eigene Leben am verrückt werden.

Die Lebenssäfte sehnen sich nach Perfektem für das ich-geformte Dasein.

Dieser Weg ist nach Sissyphos´ Art jedoch ein gefangenes Freisein.


Gehen wir hinüber zu einem neuen Stelldichein.

Darwin ist im doppelten Sinne gestorben,

er schenkte uns nichts als reinen Wein,

der war jedoch seit Langem verdorben.


Das Schätzen des eigenen Werts ist ein Geschenk,

die Wertschätzung nur ihr Reisegepäck.

Während wir unsere eigene Fiktion der Wissenschaft entwerfen,

kann die Wissenschaftsfiktion zu selbsterfüllenden Prophezeiungen erklärt werden.


Die Prophezeiungen waren seit jeher im logischen Strom der gesunden Dialektik da,

die Projektionen des eigenen Werts verloren sich überall da, wo Hektik war.

Nun soll niemand sagen, hektische Zustände wären nicht allgegenwärtig,

einzig und alleine das zu sich selbst geneigte Wohlwollen ist wohl nie übersättigt.


Auf falsche Ichs folgt die logische Fehlkonsequenz für lauter richtiger Dus.

Die eigenen Unvollkommenheiten werden für uns zu wichtigsten Tools.

Die Beimischung von Fremdsprache als Fremdwährung wie überall zugange,

lässt die Kosmopoliten glänzen und dieser Jemand ist bekanntlich überall zugange.


Doch das Leben ist nicht immer nur gut. Wir alle wissen das,

aber es interessiert kein Weltschmerz mehr, wir verwischen das.

Die Freiheit huldigt der Arbeit, die Arbeit der Freiheit, die nun auch aus Schweiß gemacht

Hand in Hand wurde dem Zwischenteil unserer Gesellschaft die Herrschaft weisgemacht.


Das Ergebnis aus jahrelanger Entfremdung ist ganz banal zu zeigen.

Während wir einst nicht genug Weltumsicht hatten, um global zu verzweigen,

haben sich die vereinfachenden Methoden der Lebenskunst zugespitzt und entfaltet,

die einstigen menschlichen Werte und Talente nun nur noch verwaltet.


Wir kochen Wasser und geben vor, Mahlzeiten herzurichten,

gießen eine Zimmerpalme und geben vor, die Umwelt nicht zu vernichten,

drücken Gewichte und geben vor, kraftvoll über die Hoheit zu richten,

vermeiden Suchtmittel und geben vor, im Sinne der Welt zu schlichten.


Kein Urteil im Sinne einer Strafe sollte unseren weiteren Weg weisen.

Aufmerksamkeit ist gerichtet auf Gewohnheiten, die zum Vorbild reifen.

Und Huldigung des Gestern und Morgen als Wertschätze

neben dem Jetzt als das eine Original, was ich noch mehr schätze.

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